Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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„Du biſt recht hochmüthig, Timotheus, aber ich verzeihe Dir, weil Du betrunken biſt.“

„Bouchenot, ich werfe Dir dieſes Glas Wein in's Geſicht, wenn Du mich erzürnſt.“

„O⸗ o, warum nicht gar, das möchte ich ſehen.“ „Ah! das möchteſt Du ſehen?“

Dieſe Worte waren kaum beendigt, ſo hatte Ti⸗ motheus bereits ſein Glas ergriffen und den Inhalt deſſelben dem ihm gegenüberſitzenden Bouchenot zu⸗ geſchleudert; aber der Letztere hatte ſich, wie er Ti⸗ motheus' Bewegung nach dem Glaſe bemerkte, ſeit⸗ wärts gebeugt, weßhalb der mit Heftigkeit verſchüttete Wein das Geſicht des kleinen aufgedunſenen Herrn begoß, der am nächſten Tiſche ſaß.

„Ha, das iſt zu arg!“ ſchreit der Kleine, mit dem Kopfe ſchüttelnd;„ſo unanſtändig habe ich noch Nie⸗ mand ſich betragen ſehen!... Meine Herren, Sie glauben wahrſcheinlich, Sie ſeien in einer Kneipe.“

„Ich bedaure unendlich, mein Herr,“ ſtammelt Timotheus,„es war nicht Ihnen zugedacht.“

„Es hat mich nichts deſto weniger Alles getroffen; wenn Sie meine Frau begoſſen hätten, würde es Ihnen nicht ſo hingehen.“

„Mein Herr, ich bin ganz beſtürzt..

„Meine Halsbinde iſt tropfnaß.“

Bouchenot barg während dieſes Geſpräches das Geſicht in ſeine Serviette, um nicht in ein pelles Lachen auszubrechen, da er aber dem Wunſche, das 5 Geſicht ſeines Nachbars zu ſehen, nicht widerſtehen konnte, drehte er ſich um und fing wie ein Narr laut