Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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mädchen gekleidete Kokette neben mir an! Ich erweiſe ihr nicht die Ehre, ſie für eine Pariſerin zu halten! Sie kommt mit einem Geſicht und Moden, die viel⸗ leicht vor fünfzehn Jahren Beifall fanden, vom Lande und der Gemahl, der aufgeſchwollene Mops. welch ſchönes Pärchen! Ich wette, ſie ſind in Paris, um ſich malen und in den Salon hängen zu laſſen.“

Timotheus gibt keine Antwort; es koſtet ihn ge⸗ nug, ſeine Augen offen zu behalten. Bouchenot ſchöpft ſeinem Freunde den Teller voll und ſpricht ihm zu: „Iß, trink, das wird Dir gut thun; blicke nach un⸗ ſerer kleinen Nachbarin, dann wirſt Du wieder wach.“

„Wie! iſt ſie da?“ fragt Timotheus, ſich die Augen ausreibend.

„O, Du fängſt Feuer! Ich ſpreche von der alten Schachtel mit der Ferronniere.“

„Ich glaubte, Du meineſt Fräulein Cölina.“

„Ha, Schelm! mir ſcheint, Dir fleckt die kleine Coloriſtin im Kopfe!“

„Warum nicht?“

„Weil Du vergebens ſeufzeſt, mein Junge.“

„Wer ſagt Dir das?“

„Parbleu, das iſt leicht zu errathen: die reizende„ Griſette gefällt mir, ich habe meine Augen auf ſie geworfen und glaube nicht, mein armer Timotheus, daß Du Dir einbildeſt, Du trageſt den Sieg über mich davon.“

„Du viſt recht eingebildet! Ich mache der kleinen Cölina die Cour und laſſe mich von Dir nicht daran hindern.“