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„Meine Herren,“ verſetzt Georg,„Bouchenot er⸗ innert mich an ein Abenteuer, welches einem Schrift⸗ ſteller begegnet iſt, der mir es erzählt hat. Eines Morgens erſchien ein bejahrter, gut gekleideter Mann bei ihm und bat ihn im flehenden Tone um eine Unterſtützung, indem er ihn verſicherte, er ſei ſchon ſeit mehreren Tagen ſo arm, daß er ſich kein Brod mehr kaufen könne. Der Schriftſteller fühlte ſich, obwohl ſchon oft mit ſolchen Geſuchen beläſtigt, doch durch den Ton des Mannes erweicht und entließ ihn erſt, nachdem er ihm zehn Franken geſchenkt hatte. An dem Abend deſſelben Tages ging unſer Schrift⸗ ſteller in ein Kaffeehaus, und die erſte ihm in das Auge fallende Perſon war der Nothleidende von heute Morgen, der, an einem Tiſche ſitzend, ſein Täßchen Kaffee ſchlürfte und ſein Gläschen Rum dazu leerte. Ihr ſeid vielleicht der Meinung, dieſer ſei beim Eintritt des Mannes, der ihn am nämlichen Morgen mit einem Almoſen beſchenkt hatte, in Verlege nheit ge⸗ kommen? Richt im Geringſten: er rief Jenem mit einem unvergleichlich ſorgloſen Tone zu:„Guten Tag, mein lieber D... Sie machen es wie ich⸗ Sie trinken Ihr Täßchen Kaffee!“ Als nun Bouche⸗ not eben Heinrich Champagner anbot, ſchien er mir ein würdiges Seitenſtück dieſes Unglücklichen, der ſein Täß⸗ chen Kaffee trank und ſein Gläschen Rum dazu leerte.“
Bouchenot gab keine Antwort; er verdrehte den Mund, ſchlug die Augen nieder und ſah aus, wie wenn er ſich auf eine Entſchuldigung beſinnen wollte, um ſeinen Vorſchlag vergeſſen zu machen, aber Hein⸗


