Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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daß Du, wenn Du Geſchmack am Handel fändeſt, in der Folge Unternehmungen auf eigene Rechnung machen würdeſt?

Das hoffe ich ebenfalls, verſetzt Heinrich,und ich werde ihn nach Kräften unterſtützen.

Meine Herren, erwiedert Bouchenot,ich bin allerdings ſehr zufrieden... Kellner, geben Sie uns andern Pfeffer, dieſer iſt nicht fein genug geſtoßen... ja, ich bin durchaus nicht mißvergnügt, in der Zu⸗ kunft einen Platz zu haben... und wenn ich ihn an⸗ trete, ſo. allein die Zukunft iſt wie der Wind. Meiner Anſicht nach iſt nur das gewiß und poſitiv, was man bereits in Händen hat und genießt, wie zum Bei⸗ ſpiel dieſes Frühſtück, welches wir im Augenblick ver⸗ zehren; auch thue ich ihm, wie ihr ſehet, alle Ehre an.

Ich glaube, wenn das Frühſtück immer dauerte, wäre es Bouchenot lieber als eine Stelle bei Hein⸗

rich! brummte Timotheus zwiſchen den Zähnen.

Kurz, meine Herren, ſagt Georg,es mag kommen, was da will, ſo hoffe ich, daß nichts unſere Freundſchaft brechen kann, da ſie ſtets auf Achtung gegründet ſein und Keiner von uns, um ſein Glück in der Welt zu machen, von dem Pfade der Ehre

und der Rechtſchaffenheit abweichen wird.

Gut geſprochen! ruft Timotheus aus.Außerdem iſt ein ſchlechterworbenes Vermögen keine Wohlthat mehr, ſondern eine Laſt; das meine wenigſtens ich.

Ihr wißt, daß ich dieſe Gefühle mit euch theile, ſagt Heinrich;ich würde ſogar auf die Hand des

Weibes, welches ich anbete, verzichten, wenn ich, um