Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

8

In dieſem Augenblick waren dreihundert Franken für Bouchenot ein Vermögen. Da er beſtändig nur daran gedacht hatte, ſich Vergnügen zu verſchaffen, und weder rechnen noch arbeiten konnte, ſo war auch in kurzer Zeit die Hinterlaſſenſchaft ſeines Vaters ver⸗ zehrt, und als er ſein Erbtheil vergendet hatte, be⸗ dauerte er bloß, daß er nicht wieder auf's Neue an⸗ fangen konnte; ſeine Tage des Unglücks und der Ent⸗ behrungen hatten ihn nicht gebeſſert, und jetzt trach⸗ tete er einfach darnach, die lange entbehrten Freuden wieder zu genießen. Es gibt Menſchen, welche das Unglück nie zur Vernunft bringt: ſind ſie reich, ſo ruiniren ſie ſich; arm geworden, ſeufzen ſie nur nach dem Ueberfluß, um ihren Leidenſchaften wiederum fröhnen und ſich abermals ruiniren zu können; ſolche Menſchen kann man am beſten mit dem Namen Müßiggänger bezeichnen.

Ach! ruft Timotheus aus, während er ſich an einem mit Madeirawein gekochten Ragout erquickte, man hat recht, wenn man behauptet, die Tage folgen verſchieden auf einander. Geſtern waren wir alle Drei ſo unglücklich, daß wir uns kaum bedecken konnten heute ſitzen wir gut gekleidet an einem vortrefflichen Tiſche!

Und Alles dieß verdanken wir Heinrich, fügt Georg bei;ihm verdanke ich es, daß ich mein Stück vorleſen kann. es wird Beifall finden und ich werde noch andere dichten. O! ich fühle Muth und Kraft in mir.. eine innere Stimme ſagt mir jetzt, daß ich Glück machen, mein Name einige Be⸗