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werden. Ach, mein Gott! ich weiß nicht, was ich
anfangen ſoll.. es überläuft mich ganz kalt. Ich hätte große Luſt, dieſe goldenen Napoleons in's Waſſer zu werfen.. O! verdammte Nacht.. verfluchter Hund!... Was ſoll ich anfangen?“
Bouchenot bleibt einige Augenblicke in Nachdenken verſunken; endlich entſchließt er ſich, nachdem er die Goldſtücke in die Taſche geſteckt hat, Fräulein Cö⸗ lina aufzuſuchen.
Das junge Mädchen colorirt, als Bouchenot, der dießmal ganz angekleidet iſt, vor ihr erſcheint.
„Guten Tag, Nachbarin.“
„Ach! ſind Sie endlich angekleidet?“ ſagt Cölina lachend;„Gottlob! Sie brauchen länger dazu als ein Frauenzimmer.“
„Weil ich heute... ich weiß nicht. ich kann meine Knöpfe nicht mehr zumachen.“
„Man ſollte Ihnen vielleicht helfen wie einem Kinde?. Finden Sie, was ich da mache, hübſch?“
„Was Sie machen... O, entſchuldigen Sie, ich achtete darauf nicht... iſt es der kleine Däumling?“
„Ach nein, es iſt Adam und Eva... Sie ſehen nicht gut, wie es ſcheint. Wie blaß Sie ſind! Füh⸗ len Sie ſich noch unwohl?“
„Nein, Nachbarin, aber... das kommt.. Ach! ſagen Sie doch, Nachbarin, wollten Sie nicht, wäh⸗ rend ich mein Halstuch anders anziehe, ſo gut ſein und mir wechſeln laſſen... das heißt dieſes Zwan⸗ zigfranken⸗Stück bei einem Goldarbeiter ſehen laſſen? Ich fürchte, es möchte nicht ächt ſein„ 5


