Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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er die Thüre, kleidet ſich ſchnell an, läuft nach dem zerriſſenen Rocke, den er in einen Winkel geworfen hatte, und mit der Hand in die Taſche langend zieht er ein kleines, aber ſchweres und ſorgfältig geſiegel⸗ tes Röllchen heraus. Er zerreißt eiligſt den Umſchlag und findet Zwanzigfranken⸗Stücke darin.

Gold! ruft Bouchenot, der eher Schrecken als Frende beim Anblick dieſes Schatzes zu empfinden ſcheint,Gold.. Napoleons... fünf.. ſechs. fünf⸗ zehn das macht dreihundert Franken. Dreihundert Franken, die ſie mir in die Taſche gleiten ließen... die Elenden, die... Ach, mein Gott! und ich hatte es nicht bemerkt!... Ach! das iſt leicht begreiflich bei der Unruhe, in der ich mich befand.. dreihundert Franken!... Sie werden mich für einen unglückli⸗ chen Arbeiter gehalten haben, für einen armen Teufel; freilich konnte mein Anzug keine vortheilhaftere Wee

von mir geben. Sie haben mir das in die Taſche

geſteckt, um mein Stillſchweigen zu erkaufen.. der Teufel auch! ich werde mich hüten, zu ſchwatzen... nach den Drohungen, die ſie gegen mich ausſtießen. Gold!... weil ich es habe, werde ich es gewiß nicht zurücktragen. Allein, was mir einfällt: wenn die Goldſtücke falſch wären!... Es wäre nicht zu verwundern, wenn dieſes der Fall wäre... doch

haben ſie einen guten Klang! Ach, wenn ich die

Nachbarin bäte, eines davon ſehen zu laſſen... das erſte beſte... Peſt! verdammt, ich möchte keine fal⸗ ſchen Stücke in Umlauf ſetzen... dieſe Schurken wol⸗ len mich vielleicht dadurch zwingen, ihr Gehülfe zu