113 „Und warum denn?“ fragt Timotheus;„zwölf
Franken ſind für uns mehr werth als Flecke. Was
willſt Du denn jetzt mit dem Rocke anfangen?“
„Ich will ihn wieder herrichten laſſen... ich kann ihn noch gebrauchen es gibt mir eine Morgen⸗ jacke. kurz, ich will ihn nicht verkaufen.“
„O, wie es Ihnen gefällt,“ ſagt der Kaufmann; „ich laſſe ihn Ihnen gern. Leben Sie wohl, meine Herren, ich empfehle mich Ihnen, wenn Sie wieder Etwas brauchen.“„
Die Händler ſind fort; die jungen Leute been⸗ digen ihre Toilette; Georg und Timotheus preſſi⸗ ren, aber Bouchenot findet Mittel, trotz dem, daß er thut, als kleide er ſich an, nicht fertig zu werden.
„Ich verſtehe dieſe Laune Bouchenots nicht,“ be⸗ ginnt Timotheus,„daß er ſeinen alten Rock nicht um zwölf Franken hergeben will. Weil wir ein Bis⸗ chen Geld haben, fängt er ſchon wieder an, Capricen zu haben.“
„Es handelt ſich nicht um Capricen,“ enigegnet Bouchenot, der zum dritten Mal ſeine neuen Beinklei⸗ der aufknöpft, indem er thut, als paſſen ſie ihm nicht ganz;„aus Sparſamkeit habe ich den Rock aufge⸗ hoben ich denke, daß ich Herr darüber bin.
„Vie, meine Herren,“ ſagt Georg,„keine Hän⸗ del! Wir haben nur zweihundert fünfundneunzig Franken ausgegeben; ich ſchlage vor, der Nachba⸗ rin fünfundachtzig Franken einzuhändigen, um uns das nothwendigſte Leibweißzeug zu kaufen; ſo blei⸗ ben uns noch einhundert und zwanzig Franken, das


