Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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„Ich gebe Ihnen dafür, was er werth iſt,“ ſagt der Schneider,„obgleich ich gewöhnlich keine Kleider kaufe

„Thut nichts, ſehen Sie ihn an.“

Bouchenot hatte, als er ſich am Abend ausklei⸗ dete, den Rock in einen Winkel geworfen, wo er

liegen geblieben war. Er holt und unterſucht ihn und vietet ihn mit den Worten an:„Die Schufte! wie ſie mich zugerichtet haben! Ich will an Ma⸗ dame Malatorchi denken... es iſt köſtliches Tuch... er ſtand mir wie angegoſſen. Sehen Sie, Herr Kauf⸗ mann..

„Ol ich ſehe ſchon, daß er in Fetzen geriſſen iſt. Ohne ihn näher zu unterſuchen, biete ich Ihnen zwölf Franken dafür: ich thue es nur, um Flecke zu ha⸗ ben

„Wie? gib' ihn her!“ ſagt Timotheus.

„Zwölf Franken! das iſt ſehr wenig,“ ſagt Bou⸗ chenot, der ihn noch in der Hand hält.„Aber da Sie ſagen, daß man ihn nur zu Flecken gebrauchen kann und daß..

Bei dieſen Worten greift Bouchenot in die ein⸗ zige, noch übrige Taſche des Rocks. Plötzlich ſtutzt er, ſeine Züge verändern ſich und er legt das Kleid wieder ſachte in einen Winkel des Zimmers.

„Nun, ſo kann ich dem Herrn zwölf Franken we⸗ niger bezahlen,“ ſagt Georg.

„Nein, nein!“ ruft Bouchenot,„ich habe mich au⸗ ders beſonnen: ich will den Rock nie verkaufen, ich bewahre ihn aufl“