Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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„Aber es iſt jetzt keine Zeit, Betrachtungen anzuftellen, wir müſſen uns in den Stand ſetzen, ihn wieder zu treffen.“ „Ja, wir brauchen auf der Stelle einen Schnei⸗ der, Röcke, Weſten.“

„Und auch Stiefel,“ ſetzt Timotheus vei,„weil man geſtern die meinigen verkauft hat.“

„Die Nachbarin wird uns all das beſorgen... wir müſſen ſie bitten, uns auch noch dieſen Dienſt zu erweiſen. Ich will bei ihr anklopfen.“

„Halt, ich meine, ich höre ſie.“

Es war in der That Cölina, die ihren Kaffeekeſſel und ihre Pfanne holte, und das junge Mädchen ſah in ihrer weißen Bettjacke, ihrem kurzen Unterröcchen und ihrem koketten Madrastuch um den Kopf ſo friſch und munter aus, daß ſie auf die Freunde den gleich angenehmen Eindruck machte.

„Gegrüßt ſei unſere gute und hübſche Nachbarin!“ ſagt Georg.

Timotheus wollte ein Compliment machen⸗ aber er konnte nur einen tiefen Seufzer ausſtoßen.

Bouchenot, der bereits ſein vortheilhaftes Aus⸗ ſehen wieder gewonnen hatte, warf dem Mädchen einen ſehr ausdrucksvollen Blick zu.

„Ich will Sie von meinem Küchengeſchirre er⸗ löſen und ſehen, wie es dem Kranken geht,“ ſat Cölina beim Eintreten.

„Der Kranke befindet ſich ſehr wohl, welches Ihnen verdarkt!... Er fühlt jetzt nur das Bedür⸗

niß, Ihnen ſeine Erkenntlichkeit auszudrücken.“

er