Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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„Zum Henker!“ ſagt Heinrich, ſich auf den Koffer ſetzend,„es kommt mir vor, als hättet ihr kein ſehr glänzendes Ameublement; vor meiner Abreiſe hattet ihr doch wenigſtens Seſſel.., und dieſe Betten.. dieſe Fenſter ohne Vorhänge!... Wie, erzählt mir doch, ihr wißt wohl, daß es unter uns keine Geheim⸗ niſſe gibt.“

Georg ſieht Timotheus an, Timotheus Bouchenot; keiner will mit der Sprache heraus, Alle aber ſtoßen einen tiefen Seufzer aus.

„Ei was, ſeid ihr auch ſtumm geworden?“ ruft Heinrich, ſeinerſeits nun die Bewohner des nackten Zimmers betrachtend.

Georg entſchließt ſich endlich, nähert ſich Heinrich und erzählt ihm:„Unſer Elend iſt ſo groß, daß wir es nicht einmal zu geſtehen wagen, allein Dir es zu verſchweigen, wäre ein dummer Hochmuth. Wiſſe alſo, daß wir keinen Sous mehr im Vermögen ha⸗ ben, daß wir nacheinander unſere Möbeln, dann unſere ſonſtigen Sachen verkauft haben, ſo daß uns nur noch ein einziger Rock blieb, den Einer nach dem Andern anzog, um auszugehen, wenn die Reihe an ihn kam. Aber ſelbſt dieſe Hülfsquelle iſt nun vertrocknet, denn geſtern hat ſich Bouchenot, der ihn anhatte, gebalgt.. oder ſchlagen laſſen, ſo daß unſer Rock Abends in einem ſolchen Zuſtand zurückkam, daß man nicht mehr mit ihm ausgehen kann. Das iſt un⸗ ſere Lage, mein lieber Heinrich, und ſo gerne wir nun mit Dir frühſtücken würden, ſo ſiehſt Du wohl ſelbſt, daß wir Deine Einladung nicht annehmen können.“