Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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„Nun gut, mein Herr! Weil die Sachen ſo ſtehen und ich nicht ohne Ihr Fräulein Tochter leben kann, ſo will ich der Schriftſtellerei entſagen und Kaufmann werden.“

„Dann. dann, wenn Sie gute Geſchäfte machen wollen wir ſehen.“

Und deßwegen hatte Heinrich ſeine urſprüngliche Laufbahn verlaſſen. Gewiß, von Paulinen geliebt zu werden, hatte er keinen Augenblick gezaudert, ſeiner Neigung zu entſagen. Er hatte ſich dem Handel mit demſelben Eifer gewidmet, den er vorher für die Schriftſtellerei gezeigt hatte. Um ſchneller Bekannt⸗ ſchaften anzuknüpfen, die ihm in ſeinem neuen Ge⸗ ſchäfte noch fehlten, hatte er die Stelle eines Reiſen⸗ den für ein Commiſſionshaus übernommen, deſſen Vorſtände ſeinen Eifer und ſeine Ehrlichkeit kannten, und nach einer Abweſenheit von acht Monaten kam er nach Paris zurück, ziemlich unterrichtet, um künftig Geſchäfte auf eigene Rechnung zu machen, und noch mehr eingenommen von der Tochter des Herrn Gi⸗ raumont.

Ihr kennt nun die ganze Geſchichte Heinrich Ju⸗ miores, welcher am Tage nach ſeiner Ankunft in Paris um neun Uhr Morgens in die Calander⸗Straße ging, um ſeine Freunde zu beſuchen; denn Heinrich war eben ſo treu in der Freundſchaft als in der Liebe.

„Wie, Faullenzer, um neun Uhr ſchlaft ihr noch?“ ſagt Heinrich, nachdem er ſeine Freunde umarmt hat; „aber was führt ihr denn für ein Leben in Paris, ſeit ich fort bin? Sprecht, was treibt ihr, ſeid ihr