Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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Der junge Mann, der nur ehrliche Abſichten hatte, warf ſich dem alten Kaufherrn zu Füßen und bat ihn um die Hand Paulinens, die glücklich zu machen er ſchwor.

„Und womit wollen Sie ſie glücklich machen?“ fragt der alte Herr.

„Womit?“ entgegnet der junge Mann, ganz be⸗ troffen über dieſe ungeſtüme Frage,„nun, mit mei⸗ ner Liebe, die nur mit meinem Leben aufhören wird.“

„Mein Herr, das ſind ſinnloſe Reden,“ ſagt der Vater Paulinens;„ich war in meiner Ehe ſehr glück⸗ lich und habe die Liebe nicht gekannt. Mit Liebe kaufen Sie Ihrer Frau kein Kleid, keinen Hut; mit Ihrer Liebe für Ihre Frau zahlen Sie keine Haus⸗ miethe und keinen Lieferanten.“

„Ich verſtehe Sie, mein Herr,“ entgegnet Hein⸗ rich,„aber ich habe hundert Louisdor Einkünſte, mit dem Theater ſtelle ich mich auf das Doppelte, und ich habe Hoffnung, daß, wenn ich arbeite und meine Arbeiten mit Erfolg gekrönt werden, mein Einkommen ſich noch vermehrt.“

„Mein Herr, mit Hoffnungen wird Niemand meine Tochter heirathen; ich will etwas Beſtimmtes, Poſiti⸗ ves. Ihre Theater⸗Produktionen ſind in meinen Augen zu eventuell. Ich gebe meine Tochter keinem Schrift⸗ ſteller, ſondern will, daß ſie einen Kaufmann hei⸗ rathet, der entweder ſchon reich iſt, oder ſehr gute Geſchäfte macht. Das iſt mein letztes Wort, das ſage ich Ihnen, und wenn ich einmal Etwas geſagt habe, bleibt es dabei.“