Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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58 du mein Gott! ohne Wein kann man wohl aus⸗

kommen, Waſſer iſt noch geſünder; wenn wir in⸗

deſſen Champagner hätten... ich geſtehe, daß der Champagner meine ſchwache Seite iſt. Ach Gott, und dann erweckt dieſer Wein Erinnerungen in mir, ich ſollte ihn haſſen, den Champagner! O, aber warten Sie, wenn wir keinen Wein haben, ſo habe ich doch Branntwein zu Hauſe.“

„Branntwein!“ rufen die jungen Leute erſtaunt aus.

„Ja, meine Herren, allein ich hoffe, Sie werden deßhalb nicht glauben, daß ich ihn gewöhnlich ſtatt des Weines trinke. Ich will Ihnen ſagen: meine Tante, die eine herrliche Frau iſt und die mich immer liebte, obgleich ich ihr mehr als einen Streich ſpielte, meine Tante hat eine ſehr große Liebe zum Punſch, und da ich ihn ſehr gut bereiten kann, ſo hat ſie, als ſie mir Lebensmittel ſandte, auch eine Flaſche Rum beigelegt, damit ich ihr Punſch machen kann, wenn ſie mich beſucht, weil ſie, da ſie einen Laden hält, bei ſich, wie Sie wohl begreifen werden, keinen zu machen wagt: die Nachbarn ſind ſo ſchlecht, es würde alsbald im Viertel heißen, meine Tante bl⸗ trinke ſich und das würde ihr in ihrem Geſchäfte großen Eintrag thun, um ſo größern, als meine Tante mit Samen handelt, ſo daß ſie, wenn ſie trunkſüchtig wäre, einem Kunden ſatt Senfmehl Leinſamen geben könnte, was als Cataplasma durch⸗ aus nicht den gleichen Erfolg haben würde. Warten Sie, ich will meine Rumflaſche holen, wir thun

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