Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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der einen Augenblick vefürchtet hatte, der Mangel an Butter möchte ſie um den ganzen Eierhaber brin⸗ gen. Fräulein Cölina ſtellt ſich vor den kleinen Tiſch, ſchneidet den Speck und ſchlägt ihre Eier in eine alte zerbrochene Solatſchüſſel, welche Timotheus ihr* mit einem gewiſſen Stolze pietet. Georg ſchürt das Feuer, das Holz des alten Koffers kracht und brennt, das junge Mädchen rührt die Eier ein und ſagt: „Ich fürchte, es geht nicht Alles in die Pfanne.“

„O doch, Fräulein,“ entgegnet Timotheus,„es geht Alles hinein, und wenn nicht, ſo machen wir eben zwei.“

„Nein, das geht nicht an, ich habe keinen Speck mehr.“

„Dann geht Alles hinein.“

Der Eierkuchen wird gebacken und die jungen Leute ſuchen ſo zu ſagen ein Tiſchgedeck aufzulegen: ſie bringen drei Untertaſſen herbei, die als Teller dienen müſſen, drei Gabeln und einen kleinen metal⸗ lenen Kaffeelöffel, den einzigen, den ſie beſitzen. In einem Nu iſt das Tiſchzeug geordnet, in Kurzem der Eierkuchen gebacken, die Nachbarin ſtürzt ihn in die alte Salatſchüſſel und ſtellt ihn auf den Tiſch mit den Worten:„Meine Herren, iſts gefällig: hier iſt das Eſſen.“

Die jungen Leute laſſen ſich dieſe Einladung nicht zwei Mal ſagen, ſie bieten Cölina den guten Stuhl

an, ſetzen ſich Beide auf den Foffer, der ihnen als Bank dient, und greifen den Eierkuchen mit einer