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„Einen Eierkuchen!“ ruft Timotheus aus, der ſich durch die Gewißheit eines Nachteſſens bereits neu belebt fühlt;„einen Eierkuchen! v, das iſt köſt⸗ lich, das iſt meine Lieblingsſpeiſe... ich bete die Eierkuchen an!“
„Aber, Fräulein, Sie haben wirklich zu viel Güte mit uns,“ ſagt Georg;„kaum kennen wir Sie und ſchon ſo viele Freundſchaftsbeweiſe...“
„O, ich bin ſchnell bekannt, und dann haſſe ich alle Ziererei. Ich will meinen Vorrath holen... ſehen Sie nach dem Keſſel; wenn das Waſſer ſiedet, ſo thun Sie dieſe Handvoll Musblüthen hinein, der Trank kocht ſich dann von ſelbſt und ſo können wir, indem wir zu Nacht eſſen, zugleich Ihren Freund verpflegen.“
Cölina geht auf ihr Zimmer und Timotheus kniet vor das Feuer, während er ausruft:„Dieſes Frauen⸗ zimmer iſt unſer Schutzengel.. unſer guter Genius unſer Stern!“
„Gewiß verdanken wir ihr viel,“ ſagt Georg. „Ach, wenn je einmal das Glück mir günſtig wird⸗ was, wie ich hoffe, kommt, wie ſüß wird mir es ſein⸗ für das zu danken, was dieſes gute Mädchen heute an uns thut.“
„Sage doch, Georg, Bouchenot muß auch Hunger haben, und vielleicht würde er den Eierkuchen dem
Tranke vorziehen? Wenn wir ihn fragten⸗ während
die Nachbarin nicht da iſt?“
„O nein, er iſt krank; zudem ſiehſt Du wohl,
daß er ſchläft; man darf ihn nicht wecken.“


