Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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chen,„ſein Puls ſchlägt... ſchlägt, wie wenn er den Zapfenſtreich ſchlüge. Man muß ihm einen nieder⸗ ſchlagenden Trank machen.“

„Wenn man ihm Boragen gäbe?“ ſagt Timo⸗ theus.

„Boragen! einem Menſchen, der ſchon Fieber hat wie ein Roß?“ ſagt Cölina;„ja, ja, das wäre hübſch! Wenn Sie Mediein ſtudiren, ſo gratulire ich Ihnen. Seien Sie ruhig, ich weiß, was man ihm eingeben kann; aber vor Allem ſollte er beſſer liegen: man muß ihm den Kopf wieder auf das Kopf⸗ kiſſen hinauf legen; ich will es ſogleich aufſchütteln.“

Dieß ſagend, klopft Cölina, die ſich über das Bett geneigt hat, zwei Mal mit der Hand auf das, was ein Kopfkiſſen vorſtellt; die Papierrollen geben einen trockenen, pfeifenden Ton. Das Mädchen iſt ganz ergriffen davon, während die beiden Freunde Bouchenots ſich abwenden und die Augen nieder⸗ ſchlagen, ganz beſchämt, daß ihre Armuth an den Tag kommt.

Die kleine Nachbarin bleibt einige Augenblicke unbewegt ſtehen: ſie fühlt ſich eben ſo verlegen als die beiden jungen Leute, denn ſie meint, ihnen Schmerz verurſacht zu haben. Ihr Herz zieht ſich beim An⸗ blick der Armſeligkeit, die in dieſem Zimmer herrſcht, zuſammen, eine Thräne ſtiehlt ſich aus ihrem Auge und ſie trocknet ſie lebhaft mit der Rückſeite ihrer Hand, während ſie ſtammelt:„Mein Gott!.. ich bitte Sie um Vergebung.. ich glaubte. o, aber es ift gleichgültig, ſo kann er nicht bleiben.“