Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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„Ich will keinen.. ich habe keinen Durſt mehr, geh' nicht zur Nachbarin. es iſt unnöthig.“ „Ach, laß uns doch ruhig, Du haſt das Fieber, wir wiſſen beſſer, was zu thun iſt, als Du.“ „Höre nicht auf Bouchenot,“ ſagt Georg,„zünde das Stümpchen Licht dort an, denn dieſes hier will* ausgehen, und klopfe leiſe bei Fräulein Cölina an.“ Timotheus hat ſchnell ein Licht genommen und iſt ſchon an der Thüre der Nachbarin, während Bou⸗ chenot immer wiederholt:„Bleibe da und verlange nichts von dem Fräulein. ich brauche nichts.“

Drittes Kapitel.

Fräulein Cölina.

„Wer iſt da? wer klopft ſo ſpät noch an meine Thüre?“ fragt die junge Nachbarin, ehe ſie Timo⸗ theus öffnet.

„Fräulein, ich bin's, einer Ihrer Nachbarn ge⸗ genüber. Ich bitte um Entſchuldigung, daß ich Sie veläſtige, allein da ich Sie ſingen hörte, dachte ich, Sie ſchlafen nicht.“

„Was wollen Sie denn, mein Herr?“.

„Fräulein, ich wollte Ihnen ſagen, daß Ihre Freundin Prudentig Flambard im Laufe des Tages kam, um Sie zu beſuchen und lange Zeit auf Sie bei uns wartete.“

„Ach, die dicke Prudentia war da? Ich danke Ihnen, mein Herr; allein das hätten Sie mir eben ſo gut auch morgen früh ſagen können.“