31 S alle Drei, war heute Morgen noch gut.. und Du kommſt in Fetzen zurück!“
„Und Du bringſt keine Lebensmittel mit?“
„Laßt mich nur zu mir kommen, dann will ich euch meine Abenteuer erzählen.“
„Damit haben wir nicht zu Nacht gegeſſen,“ ſagt Timotheus, ſich verzweiflungsvoll auf den Koffer wer⸗ fend;„und wir zählten ſo gewiß auf Dich.“
„Wollt ihr denn lieber, daß ich nichts ſage?“
„Rede, wir wollen zuhören,“ ſagt Georg.
Bouchenot wirft noch ſcheue Blicke um ſich, trocknet dann den Schweiß von ſeiner Stirne und beginnt nun ſeine Erzählung, aber ganz leiſe und wie wenn er fürchtete, gehört zu werden:„Ich ging dieſen Morgen mit den ſchönſten Hoffnungen und fünf Franken in der Taſche aus...“
„Ja, fünf Franken, die aus meinen neuen Stiefeln, die Du verkaufteſt, erlöst waren!“ ſagt Timotheus.
„Zum Henker, Freund, wir mußten um jeden Preis Geld bekommen; der Kleiderhändler gab ab⸗ ſolut nichts für meine Unterhoſen.. und ihr wolltet frühſtücken„
„Und jetzt möchten wir zu Nacht eſſen...“
„Timotheus, wenn Du mich ſo unterbrichſt, kann ich meine Abenteuer nicht erzählen..“
„Nun, mach' fort; Timotheus ſchweigt.“
„Ich war alſo in der glücklichſten Gemüthsſtim⸗ mung von der Welt ausgegangen... ich ſah Alles in den ſchönſten Farben, ſelbſt die Kaſtanienhänd⸗ lerinnen. Ich dachte bei meiner alten Freundin,


