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„Es iſt indeſſen möglich, daß Sie Ihren Hund zu Hauſe antreffen, vielleicht iſt er vahin zurückgekehrt.“
„Ach, ich habe keine Hoffnung; er iſt erſt ſo kurze Zeit im Hauſe und es gefiel ihm nicht ſehr; ich gab mir alle mögliche Mühe, ihn vom Durchgehen ab⸗ zuhalten.“
„Wenn der Tag nicht ſchon ſo vorgerückt wäre,“ ſagte Timotheus,„ſo würde ich Sie um Erlaubniß bitten, mit Ihnen auszugehen, Fräulein, um Ihren Hund zu ſuchen. Allein haben Sie ſchon bei Ihrem Pathen nachgeſehen? Weil Sie ihn von dieſem haben, ſo kann er auch zu dieſem zurückgekehrt ſein.“
„Mein Taufpathe wohnt nicht mehr in Paris; er iſt vor drei Wochen nach Hauſe, nach Meaux, ab⸗ gereist und es iſt nicht wahrſcheinlich, daß Schnauzer ihn dort aufgeſucht hat; er wird den Weg nicht wiſſen, da er nie dort war. Allein es wird ſpät... Cöline kommt nicht.. ich muß fortgehen...“
„Wie, Fräulein, Sie wollen nicht auf ſie warten?“
„O nein! die Nacht bricht herein und meine Lehr⸗ frau würde mich zanken, wenn ich ſo ſpät heimkäme, und dann möchte ich Abends nicht allein in Paris wandeln, namentlich da ich meinen Hund nicht mehr habe.“
„Es ſcheint mir, daß er Sie nicht ſehr vertheidigte,“ ſagt Georg.
„Das iſt gleichgültig, es iſt doch eine Geſellſchaft.“
„Wohnen Sie weit weg, Fräulein?“
„Ja, mein Herr, in der Fiſchweiber⸗Straße, neben dem Bollwerk; von hier iſt es ein bedeutender Marſch.“


