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„Sie ſind ſehr gütig, meine Herren; aber nicht alle jungen Leute ſind ſo höflich wie Sie. In dieſem Augenblick bin ich ſehr böſe auf einen Herrn, den ich nicht kenne.“ „Sollte man ſie auf der Straße beleidigt haben?“ „O, das heißt.. ich will Ihnen den ganzen Her⸗ gang erzählen. Ich war von meiner Lehrfrau mit meinem Hunde fortgegangen.. ich muß Ihnen nämlich ſagen, daß mein Taufpathe mir einen großen Hund mitgegeben hat, um mich in Paris zu beſchützen, wenn ich allein ausgehen ſollte.. „Herrliche Vorſicht!“ „Ach ja! es iſt zum Erftaunen, wie gut mir das gedient hat. Ich gehe alſo mit Schnauzer aus. ich habe ihn erſt drei Wochen, allein er that ſchon, als ſei er ſehr an mich gewöhnt. In der Straße fällt es einem Herrn ein, mir zu folgen, dann mich zu be⸗ trachten, mir Dummheiten zu ſagen, z. B. daß ich hübſch ſei, daß er mich anbete „Und Sie nennen das Dummheiten, Fräulein?“ „Gewiß, weil man ſich nicht in eine Frau ver⸗ lieben kann, wenn man ſie über die Gaſſe gehen ſieht. Da ich weiß, daß man nicht auf die Männer hören darf, die Einen auf der Straße anreden, ſo hörte ich dieſen Herrn nicht an, allein er folgte mir immer.. „Dann hetzten Sie Ihren Hund auf ihn?“ „Mein Gott, das war vergebliche Mühe: Schnauzer hatte mich bereits verlaſſen, um jenem Herrn zu folgen.“


