Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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händlerin, allein ich gehe nicht vft aus, denn erſtens

bin ich noch nicht lange in Paris

Das Fräulein iſt eine Fremde? fragt Timotheus.

Ja, mein Herr, ich bin von Poiſſy, hinter St. Germain. 67

O, ich weiß, Fräulein, ich kenne Poiſſy: eine durch ſein Polizeihaus und ſeine lange Brücke be⸗ rühmte Stadt...

Ich bin nie in Paris geweſen, ehe ich das erſte Mal hinkam, entgegnet das junge Mädchen.

Virklich! ruft Georg aus, indem er ſich Mühe gibt, über dieſe Naivetät des Mädchens nicht zu lachen. Dann müſſen Sie viele Dinge in Paris kennen zu lernen haben!

O ja, mein Herr; deßhalb bin ich heute auch bald ausgegangen, um zu Cöline zu kommen, mit der ich ein wenig ſpazieren gehen wollte, weil Cöline, die eine Pariſerin iſt, mir geſagt hat, daß ſie mir alles Merkwürdige und dann noch andere Sachen zeigen wolle, und ich wäre wohl viel välder hierher gekommen ohne ein Ereigniß, das mir zugeſtoßen iſt...

Ein Ereigniß, Fräulein?

O, ein ſehr unglückliches Ereigniß, das mir vie⸗

len Kummer macht! entgegnet das junge Mädchen, einen tiefen Seufzer ausſtoßend.

Wäre es nicht unbeſcheiden, Sie zu fragen, welche Art von Ereigniß Ihnen begegnet iſt? ſagt Timotheus/ der ſich bereits ſehr für das dicke Mädchen intereſſirt.

Wenn wir Ihnen nützlich ſein können, Fräulein,

ſo ſtehen wir ganz zu Ihren Dienſten, ſagt Georg.