Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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Villſt Du nicht vielleicht gar, daß ich ibr auf der Stelle da vor ihrer Thüre eine Ertarun mache?

Bouchenot würde es thun.

O, aber Bouchenot liebt, wic man ein Glas Bier trinit; das iſt nicht mein⸗ Art.

Es ſcheint mir doch, oi habe er mehr Glück als Du, weil er Dir alle Fnuen abführt, denen Du den Hof machſt.

Ich liebe es dieß Gefühl anzuregen; ich meine, vie Liebe müfe Sache des Gefühls ſein, oder ſie ſei keine Liere mehr.

Seufze, ſo viel Du willſt, mein lieber Freund; ech will jetzt meine Correcturen vollends beſorgen.

Georg geht wieder an ſeine Arbeit. Timotheus vegibt ſich, nachdem er mit der Hand durch die Haare gefahren iſt und alle noch auſtreibbare Pomade dar⸗ ein geſchmiert hat, auf ſeinen Poſten in den Haus⸗ gang, um die Nachbarin zu erwarten.

Nach einer Stunde vergeblichen Wartens hört er endlich Jemand die Treppe herauftommen es iſt ein Waſſerträger.

Timotheus geht ärgerlich in's Zimmer.

Hat ſie Dich dießmal nicht angelächelt? fragt ihn Georg.

Ach, ſie war es gar nicht, es war der Waſſer⸗ träger. Ich habe Unglück und Du wirſt ſehen, daß ſie bei Tage gar nicht nach Hauſe kommt und ich kann doch nicht den ganzen Abend auf dem Haus⸗ gang ſtehen!

Weißt Du, was mir einfällt?