Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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13 nehmen. O, die Nachbarin, die hübſche Nachbarin! O, 1 will mich an die Cotelettes machen.

Die jungen Leute frühſtücken. Die Liebe hindert Timotheus noch nicht am Eſſen: er ißt mit Haſt, Georg thut daſſelbe, und die zwei Franken ſind ganz verbraucht, ohne daß Etuas übrig bleibt. Sie ſtehen nicht eher vom Tiſche auf, as bis es unmöglich iſt, noch Etwas darauf zu finden, vas man zwiſchen die Zähne bringen könnte.

Timotheus ſtellt ſich vor den kleen Spiegel⸗ ſeufzt und murmelt:So geſehen zu werrm in ſchmutziger Blouſe, in Pantoffeln!.. Doch im Gamen iſt es noch beſſer, ſo geſehen zu werden als wie Bouchenot. Nicht wahr, Georg?

Ich weiß nicht; vielleicht.

Ach, Georg, dieſes Vielleicht betrübt mich. Du haſt alſo eine ſehr ſchlechte Meinung von der Nach⸗ barin?

Ich habe gar keine; ich habe ſie im Vorüber⸗ gehen bemerkt, kenne ſie aber nicht.

Wenn Du ſie kennen lernſt, ſo fürchte ich, Du werdeſt Dich auch in ſie verlieben.

O, ich ſtehe nicht ſo gleich in Flammen wie Du; ich bin über die erſten Illuſionen der Liebe hinaus.

Ich will mich auf den Hausgang ſtellen und ihre Rückkehr erwarten.

Das kannſt Du wohl thun; und wenn ſie ſiehſt, was ſagſt Du dann zu ihr?

Ich grüße ſie.

Sie wird glauben, Du könneſt nichts Anderes.