Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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9 Zimmer aus Mangel an Kleidern zu hüten; ich kann meine Gänge machen und mich überall zeigen. Nun, ich will künftig mein eigener Herr ſein.

Du haſt recht, Timotheus, ſagt Georg, ſeine Feder auf ſein Manuſeript legend und ſeinen Freund traurig anſehend,ja, Du kannſt ruhig leben, Du.. Du haſt genug, um mühe⸗ und ſorgenfrei zu leben⸗ während wir Andere keine feſte Einnahme haben. Das Geld, das mir meine Eltern geben, iſt wenig; ich bin nicht ſo vernünftig wie Du, ich wurde theater⸗ wüthig und machte noch Schulden, ſo daß das, was ich von Hauſe empfange, alsbald von meinen Gläubigern verſchlungen wird. Bouchenot hatte einiges Vermögen, aber er hat es aufgezehrt.. mit uns zwar, denn dieſe Gerechtigkeit muß man ihm wiederfahren laſſen: wenn er Geld hatte, ſtand ſeine Börſe immer ſeinen Freunden offen! Nun beſitzt er nichts mehr; ich... ich habe nur vage Hoffnungen und Schulden, während Du regelmäßig von Deinem Vater zwölfhundert Franken erhältſt; es iſt alſo ungerecht, daß Du ſie hergibſt, uns zu ernähren. Verlaſſe uns, Timotheus; laſſe uns mit unſerm Unglück und unſern Sorgen! Allein kannſt Du glücklich leben. Verlaſſe uns, quartire Dich in ein Gaſthaus ein; da haſt Du Credit, indem Du beweiſeſt, daß Dein Vater Dir Geld ſchickt, und bald wirſt Du unſere magere Koſt, unſere un⸗ e Stube und unſere unüberzogenen Betten eſſen haben.

Wihrend Georg dieſe Anrede an Zimothens hielt⸗ Pun de Koc. 12.