Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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alſo weiter und ſieht ſich in einem kleinen Hofe, wo er wenigſtens die Gegenſtände unterſcheiden kann.

Iſt dieſes Haus verlaſſen? fragt ſich Bouchenot, ſich umſehend;nirgends iſt ein Licht.. zwar könnte man zu Bette ſein und ſchlafen... das erinnert mich faſt an ein Märchen aus Tauſend und eine Nacht... und der verteufelte Hund läßt ſich auch nicht mehr ſehen, um mich zu führen! Wie komme ich mir hier vor? Gewiß werde ich am Beſten daran thun, wenn ich wieder gehe. alſo... aber da finde ich ja den Weg nicht mehr, durch den ich hereinkam. Ah, horch! ich meine Etwas zu hören.

Das Geräuſch, das Bouchenot gehört hatte, ſchien von Hammerſchlägen herzukommen, die raſch aufein⸗ ander folgten. Indem er ſich bemühte, den Ort zu ſuchen, woher das Geräuſch kam, kommt er an eine niedere Thüre und ſeine Füße gerathen im Taſten auf eine Treppe.

Das iſt ein Keller!... Sollte die Herrin Schnau⸗ zers Wein in Flaſchen abzapfen?... Allein die ſchnell auf einander folgenden Schläge! Man ſchlägt doch nicht ſo ſtark darauf, wenn man Pfröpfe hineintreibt; ich meine, ich ſollte fortgehen... doch ich unterſcheide eine Helle, gewiß ſind Leute im Keller. Iſt viel⸗ leicht das junge Mädchen von heute Morgen da mit ihrem Liebhaber? das wäre wohl möglich, die Keller

haben ſchon öfter Verliebten als Stelldichein gedient;

während die Eltern ſchlafen, hält man ſich dort für ſicherer... allein das Geräuſch, das ich höre... die Liehenden brauchen doch für gewöhnlich keinen Ham⸗