Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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mer. wenn ich einige Stufen hinunterſteige, kann ich vielleicht mehr ſehen.

Bouchenot ſteigt hinabz je tiefer er hinunter kommt, um ſo heller wird es. Am Ende der Treppe iſt er in einem unterirdiſchen Gewölbe und rechts von ihm befindet ſich eine nur angelehnte Thüre; aus vieſer dringen die Lichtſtreifen, die das Gewölbe be⸗ leuchten, und auch die Hammerſchläge und mehrere Stimmen hervor.

Bouchenot geht leiſe vorwärts, horcht und hört folgendes Geſpräch:Der Eſel von Thomas braucht lange, bis er wieder kommt; wenn er nur dießmal

nicht wieder wie vorgeſtern vergißt, die Thüre zu

ſchließen, die auf die Straße geht.

Mein Gott! wenn das auch der Fall wäre!... Ihr habt immer Furcht, ihr Burſchel.. es kommt keine Katze in die Straße, namentlich um dieſe Zeit!

Allein wenn man Verdacht hätte, würde man expreſſe kommen, und da wir keine Zeit gehabt hät⸗ ten, Etwas zu verſtecken, würden wir Alle ergriffen.

Ich ſage euch, daß man keine Ahnung davon hat, was in dieſem Keller vorgeht, und wer nicht wagt, gewinnt nicht. 2

Ach, mein Gott! das ſind Falſchmünzer, denkt Bouchenot, dem der Angſiſchweiß auf die Stirne tritt; fort, fort, ich kann nichts Geſcheidteres thun.

Und eilends geht er zurück, um die Treppe zu gewinnen, allein in ſeiner Beſtürzung hat er ein

Brett nicht geſehen, das an der Mauer lehnt: er ſiößt daran, wirft es um und fällt mit ihm zu Boden.