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zimmer lacht, iſt ſie bald entwaffnet. Vorwärts, Schnauzer.“
Der Hund iſt noch nicht weit gegangen, ſo bleibt er vor einem Hauſe ſtehen, das ſehr mittelmäßig ausſieht und allein am Ende einer Mauer ſteht. Den Eingang bildet ein Hofthor, allein es iſt verſchloſſen; indeſſen reibt ſich Schnauzer daran und ſcheint es
mit ſeinem Kopfe einſtoßen zu wollen; da ihm dieß
nicht gelingt, ſo kehrt er zu ſeinem Herrn zurück, gleichſam um ihn zu bitten, ihm den Eingang des Hauſes zu öffnen.
„Ah! da halten wir?“ ſagt Bouchenot, das Haus unterſuchend;„das iſt gerade kein Palaſt, allein Schönheit und Unſchuld wohnen nicht immer in Pa⸗ läſten; die Unſchuld iſt zuweilen ſogar ſehr ſchlecht gebettet!.. Ich ſehe kein Licht an den Fenſtern!... Dieſes Haus ſcheint zwar unbewohnt zu ſein, allein
vielleicht gehen die Miethsleute bald zu Bette. Der
arme Hund thut Alles, was er kann, um die Thüre aufzubringen... ſoll ich klopfen?... nach wem ſoll ich fragen?.. ich weiß den Namen des Fräuleins von dieſem Morgen nicht! Es können nicht viele Leute in dem Hauſe wohnen... ein Stockwerk und dann das Dach: es iſt eine Baracke, kein Haus in der Nähe.. eine große Mauer, eine nicht gepflaſterte Straße. all das iſt wenig einladend; ich glaube, daß ich wohl daran thue, wenn ich weiter gehe.“ Bouchenot macht einige Schritte, allein Schnau⸗
zer folgt ihm nicht, ſondern drückt ſich fortwährend
an das Hofthor.


