Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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Weg machen, wollen wir Etwas ausruhen, denn ich fühle mich ſehr müde. ein Fechtgang, eine Schlä⸗ gerei.. und ſeit dieſem Morgen bloß einmal gegeſſen⸗ das iſt gewiß wenig! 2

Bouchenvt ſieht ſich um: er ſieht einen Eckſtein an einer Mauer, geht darauf zu, ſetzt ſich auf ihn und ſagt:Ich werde nicht lange da bleiben, denn gewiß, wenn eine Patrouille vorüberkommt, würde ſie mich für einen Dieb halten.

Nachdem Bothenot einige Minuten ausgeruht hat, bemerkt er, plötzlich aus ſeinen Gedanken ſich herausreißend, daß Schnauzer nicht mehr bei ihm iſt.

Er hat mich verlaſſen! ſagt der junge Mann aufſtehend;was, weil ich im Unglück bin, ver⸗ läßt der Hund mich auch!... Und doch ſagt man, der Hund ſei der Freund des Menſchen! Würdigt vielleicht Schnauzer mich ſeiner Gefellſchaft deßwegen nicht mehr, weil mein Rock zerriſſen iſt?... Allein die Taſche, die mir geblieben, iſt die, wo der Schinken war! Nein, ich kann nicht glauben, daß mich mein Gefährte ſo verlaſſen hat... und wegen weſſen.. für wen?.. Es geht Niemand da vorüber. er hatte mich ſo gut vertheidigt, als ich mich in der Baracke herumbalgte. und überdieß trollte er noch vor Kurzem neben mir her... das iſt ſehr ſonderbar. Sollte ſeine Herrin, das junge Mädchen von die⸗ ſem Morgen, in der Gegend hier wohnen? Das Viertel ſcheint mir doch nicht ſehr lebhaft zu ſein... und doch muß irgend Etwas Schnauzern angezogen haben! Nun, da er mich einmal verlaſſen hat, ſo

Paul de Kock, LIX. 9