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„Ich ſage Ihnen, daß ich den meinigen nicht aus⸗ ziehen will.“
„Wie Sie wollen. Fangen Sie an!“
Bouchenot fühlt ſich nicht ganz vehaglich, allein er ſieht, daß er nicht mehr zurücktreten kann. Madame Malatorchi bietet ihm die Florets hin; er überzeugt ſich, daß ſie gut verwahrt ſind und nimmt eines. Ehe ſie ſich auslegt, macht die berühmte Fechtmeiſterin ihre Sprünge und Tanzkünſte dem Publikum vor. Wie ſie an Bouchenot vorbeikommt, ſieht ſie ihn boshaft an und ſcheint zu erwarten, daß er es mache wie ſie; er aber drückt ſich noch tiefer in ſeine Cravate und murmelt:„Wann ſind Sie einmal fertig mit Ihren Sprüngen!... ich erwarte Sie.“
Endlich gibt der Direktor das Zeichen. Die Fechter legen ſich aus und die Muſik ſpielt die Ouvertüre aus„Blaubart“.
Madame Malatorchi, die glaubt, es mit einem geſchickten Fechter zu thun zu haben, bleibt lange Zeit in der Auslage liegen und ſucht ihren Gegner zu ſtudiren. Bouchenot ſeinerſeits, der fürchtet, ihr nicht gewachſen zu ſein, wagt nicht, ſie anzugreifen und beſchränkt ſich darauf, das Floret an das ſeiner Gegnerin zu drücken. 3
„Wenn es nur das iſt!“ ſagt ein Arbeiter zu
ſeinem Nachbar.„In den Folies-Pramatiques ficht
man beſſer mit einanderz ſie ſollten ſich feine Stöße beibringen.. aber ich ſehe ja gar nichts.“
. Indeſſen hat Madame Malatorchi bemerkt, daß
ihr Gegner nicht ſtark und eingeſchüchtert iſt. Sie


