Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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43 Zweites Kapitel.

Die Anwendung eines Hundertſous⸗Stückes.

Bouchenot verläßt mit ſchnellen Schritten das Quartier der Altſtadt; er geht mit ſtolzer, kecker Miene vorwärts. Seine Füße berühren kaum das Iflaſter, in ſeinen Blicken ſpricht ſich eine Selbſtzufrie⸗ denheit aus, die beinahe an Unverſchämtheit grenzt; er geht mitten auf den Trottoirs, es kommt ihm vor, als ob ihm Jedermann ausweichen und ihm Platz machen müßte, und dieß Alles, weil er einen ſaubern. Rock an und in ſeiner Hoſentaſche ein Hundertſous⸗ Stück hat, welches er jeden Augenblick in die Hand nimmt.

Viele junge Leute, die eleganter gekleidet ſind und immer eine Maſſe Geldes in der Taſche haben, fühlen ſich in dieſem Augenblicke weniger glücklich als Bouchenot. Das Mißgeſchick hat ſomit auch ſeine gute Seite und die Entbehrung einer Sache verhun⸗ dertfacht ihren Werth in unſern Augen. Das Fünf⸗ frankenſtück, welches der Student in ſeiner Börſe be⸗ ſaß, war für ihn ein Bankbillet von fünfhundert Franken.

Bouchenot lenkt ſeine Schritte dem Quartier des Palais⸗Royal zu, mit dem Gedanken:„Ich werde wohl ein Butterbrödchen eſſen!... Das wäre ſonderbar, ein ſo hübſcher Burſche wie ich ſollte ſo mager frühſtücken? Nein, nein.. wir haben, Gott ſei Dank, noch Bekannte undſtreng genommen habe ich hundert Sous an einem Stück in der Taſche.. ich habe zwar allerdings ver⸗