Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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„Es thut mir ſehr leid, mein lieber Georg, aber ich muß fort, ich habe heute an drei Orten in Ge⸗ ſchäften zu erſcheinen und fünf verliebte Zuſammen⸗ künfte; ich kann unmöglich wegbleiben. Du kannſt morgen zu Deinem Schauſpieldirektor.“

„Nein, nein, morgen iſt die Reihe des Rockes an mir,“ unterbricht ihn Timotheus;„Georg iſt geſtern ausgegangen, ich will morgen in's Collegium.“

„Bouchenot'chen, laß mich heute ausgehen,“ wen⸗ dete ſich der junge Schriftſteller an ſeinen Freund, der einen noch ziemlich guten ſchwarzen Rock aus dem Koffer genommen hat;„Du kannſt Dich morgen bei Deinem Rendezvous einfinden, Deine Eroberun⸗ gen können warten, Du haſt keine Geſchäfte, Du treibſt nur Deinen Scherz. Bedenke dagegen, daß mein Stück große Eile hat, unſere Zukunft beruht darauf, es iſt unſer Rettungsanker.. es macht Glück und dann ſind wir geborgen!“

„Das iſt Alles leicht möglich, aber ich will mich nicht umſonſt angezogen haben. man erwartet mich. auch muß ich friſche Luft einathmen... ich werde ganz gelb und welk daheim... ich will meine Friſche nicht verlieren. Laß mich den Rock anziehen.“

„Nein.. ich will ihn anziehen.. ich muß aus⸗ gehen.“

„Nein, ich ziehe ihn an.“

„Bouchenot, laß den Rock los.“

„Laß Du ihn los.“

„Ach! jetzt werden ſie ihn, weiß Gott, zerreißen, dann hahen wir gar keinen mehr!“ ſchreit Timotheus,