36
„Ach, mein Gott!... ach, gerechter Himmel!“ ſchreit Bouchenot, dem Handelsmann zu Hülfe eilend, „das iſt gerade der Stuhl, den uns der Sattler da⸗ gelaſſen hat, bis unſer Dutzend fertig iſt!... Es ſcheint, er hat einen hinkenden Fuß...“
„Das heißt, es fehlt ihm ſogar ein Fuß.. es macht aber nichts, ich habe mir keinen Schaden gethan.“
„Wollen Sie vielleicht Etwas zu ſich nehmen, um ſich zu erholen?“
„Ich danke, mein Herr.“
„Machen Sie keine Umſtände.. ein Glas Wein oder einen Kelch Schnaps...
„Haben wir welchen?“ ſchreit Timotheus, den Kopf ein wenig auf ſeinem Kiſſen erhebend; aber Bouche⸗ not ſchleudert ihm wüthende Blicke zu und flüſtert dem Handelsmann leiſe in's Ohr:„Achten Sie nicht darauf.. mein Freund iſt ſomnambül. Nun, machen Sie ein Ende.. zehn Franken alſo...“
„Sechs Franken, ſage ich Ihnen.“
„So fügen Sie wenigſtens noch zwanzig Sous bei für unſere Haushälterin.“
„Die Geſchichten ſind es wahrhaftig nicht werth.“
„Doch, doch, es iſt ausgemacht; nehmen Sie und beeilen Sie ſich, wir haben dieſen Morgen alle Drei Geſchäftsausgänge zu machen.“
Der Kleiderhändler nimmt die Unterhoſen und die Stiefeln, ſogar die Weſte und die alten Pantoffeln, die er für gänzlich werthlos erklärt hatte; dann zieht er einen großen ledernen Beutel aus der Taſche, nimmt langſam ſieben Franken heraus und gibt ſie


