29
ſchon; das ſchadet aber nichts, ſie find immer noch ein Hilfsmittel im Elend. Wenn der Ofen des Mieths⸗ mannes unten geheizt wäre, könnten wir unſere Kar⸗ toffeln bei der Röhre ſieden. Der Schurke von Jac⸗ quillot! er ſchneidet uns ſogar die Lebensmittel ab!“
„Rohe Kartoffeln!“ brummte Timotheus.„Wir leben am Ende noch wie die Wilden hier... und Papierſchichten ſtatt des Kopfkiſſens... wie ſanft ruht ſich's darauf!... Ach! wenn Heinrich Jumieéres in Paris wäre, der würde uns zu eſſen geben. er iſt ein ſo guter, gefälliger Junge!“
„Ja, gewiß iſt er gefällig.. er hat es uns be⸗ wieſen. er hat uns ſchon zwei Mal Geld geliehen.“
„Welches wir ihm ſogar nie zurückgegeben haben.“
„Parbleu! was wäre es dann für ein Verdienſt von ihm, wenn wir es wieder heimgäben? Aber er iſt gegenwärtig nicht hier... das iſt ſehr ärgerlich! Welcher Einfall, bei ſolchem Wetter zu reiſen, wo es Einem daheim ſo wohl iſt!“
„Weißt Du denn nicht, daß Heinrich ein Geſchäft übernommen hat? Er reist gegenwärtig für ein Handlungshaus.“
„Er hat alſo auf die Gelehrten⸗ und Schrift⸗ ſteller⸗Laufbahn Verzicht geleiſtet?“ fragt Georg.
„Ja, vollſtändig.“
„O! das iſt ſonderbar... aus welchem Grunde denn?“
„Die Liebe hat ihn, wie es ſcheint, dazu veran⸗ laßt.. Heinrich iſt in ein junges Mädchen, welches reiche Eltern hat, verliebt, und zwar ſehr verliebt;


