Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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wickelt und mit einem Nastuch um meine Lenden ge⸗ bunden. Es war mir ganz bequem ſo; ich mochte zwar einem Beduinen gleich ſehen, aber ich dachte, im Zimmer auf und ab gehend, bei mir: man hat das Recht, ſich daheim anzuziehen, wie man will, ſelbſt wie ein Beduine. Ich muß euch noch bemerken, daß Nachbar Jacquillot an jenem Tage ſeinen Ofen vor⸗ züglich geheizt hatte: man erfreute ſich einer afrika⸗ niſchen Temperatur hier, es war herrlich; kurz, wäh⸗ rend ich mich damit beſchäftigte, mit einem Stückchen gebrannten Kork unſere Scheiben friſch anzuſtreichen, weil nicht einmal die Katzen ſehen ſollen, was bei uns vorgeht, klopft man an unſere Thüre. Ich ver⸗ halte mich ganz ſtill, mit dem Entſchluſſe, nicht zu antworten, da ich befürchtete, es möchte ein Schuſter, ein Schneider, ein Speiſewirth, ein Garkoch oder irgend Jemand von den Leuten ſein, die ich anbete, wenn ſie Etwas bringen, jetzt aber, wo ſie nur kom⸗ men, um Geld von uns zu fordern, verabſcheue. Ich verhielt mich alſo ganz ſtill in meiner Decke, als man wiederholt anklopfte und eine weibliche Stimme hereinrief:Herr Nachbar, können Sie mir viel⸗ leicht ein Bischen Feuer geben? Sie würden mir einen großen Dienſt erweiſen. Feuer von uns zu verlangen hätte man für Spott halten können; da es aber ein Frauenzimmer war, nahm ich es nicht übel auf und beeilte mich, ihr die Thüre zu öffnen.

Und es war die liebliche Nachbarin? unterbrach ihn Timotheus.

Allerdings: ein junges, anſtändig, aber ſehr ein⸗