Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

16

und mit ihr bekannt zu werden, allein es iſt un⸗ möglich. Sobald ich den Fuß hinausſetze, krach! tritt ſie wieder zurück und ſchlägt ihre Thüre zu. Ich finde das um ſo ſonderbarer, als das junge Mädchen denn ich vermuthe, daß es ein junges Mädchen iſt, gar nicht ſo ſcheu ausſieht.

Ha, ha, ha! der arme Timotheus!. ha, hal das iſt köſtlich!

Was lächert Dich ſo, Bouchenot?

Ja, was lächert Dich ſo? fragt auch Georg,

ſich abermals an der Stirne kratzend..

Pflückt die Roſ' und die Mhrte!

ſage uns doch, weßhalb Du ſo lachſt! Weil ich errathe, warum die kleine Nachbarin

die Thüre ſo ſchnell zuſchlägt, wenn ſie bei uns auf⸗

machen hört. Ha, ha, ha!... Donnerwetter, wie kalt iſt es heute Morgen... das iſt ein ſchändlicher Frühling, der treibt die Erbſen nicht!

Laß hören, Bouchenot; weßhalb macht denn die Nachbarin ihre Thüre ſo ſchnell zu?

Ihr ſollt es gleich erfahren. Vor acht Tagen

war ich eines Morgens allein zu Hauſe, ihr waret

Beide ausgegangen.. damals konnten noch Zwei mit⸗ einander ausgehen.. es war eine ſchöne Zeit... sic transit gloria..

Vollende doch, verfluchter Schwätzer!

Ich war alſo allein zu Hauſe. Da die Wäſcherin noch nicht gekommen war, welche ich erwartete, um ein friſches Hemd anzuziehen, hatte ich zum Aufſtehen einen unſerer wollenen Teppiche um mich herumge⸗

=