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Georg kratzt ſich an der Stirne und trällert: „Pflückt die Roſ' und Mhrte! nimmer „Mindert dieß der Felder Pracht... Pracht...“
„Um wieder auf unſere Angelegenheit zurückzu⸗ kommen,“ fährt Bouchenot fort, der den Koffer auf⸗ gemacht und zwei oder drei Paar Badehoſen und einige abgetragene knopfloſe Weſten untereinander geworfen hat,„ſo behaupte ich, daß, da der untere Miethsmann kein Feuer macht, um uns in einer an⸗ genehmen Wärme zu erhalten, wir das Recht haben, einen Abſchlag des Miethzinſes zu verlangen, viel⸗ leicht ſelbſt gar keinen zu bezahlen.“
„Ich meine, von dieſem Rechte machen wir ſchon hinlänglich Gebrauch,“ fällt ihm Georg lächelnd in's Wort; dann fangt er wieder an zu trällern:
„Nimmer mindert dieß der Felder Pracht... „Pflückt die Roſ' und Myrte...“
„Ich mag mir alle Mühe geben, unſere Garde⸗ robe zu durchſuchen,“ ſagt Bouchenot, den Foffer durchſtöbernd,„ich finde nichts als Badehoſen; wir haben ſogar zu viel Badehoſen, das iſt ein Luxus; ſie verſperren unnöthiger Weiſe den Platz. wir müſſen ſie wegſchaffen! Der Teufel ſoll mich holen, mir ſchlafen vor Kälte die Fingerſpitzen ein.“
Damit läuft Bouchenot zur Ofenröhre, betaſtet ſie an verſchiedenen Orten und ruft aus:„Es iſt be⸗ ſtimmt ſeit zwei Tagen kein Feuer mehr im Ofen ge⸗ weſen! Der alte Jacquillot treibt heilig ſeinen Scherz mit uns.. ich werde ihn aber ſogleich zu Rede ſtellen.“ Der junge Mann hat bereits die Thüre geöffnetz


