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hat, fort:„Kurz, dieſe Röhre hat mich beſtimmt, dieſes Zimmer für euch und mich zu miethen, denn
ihr hattet mir vollſtändige Vollmacht ertheilt, meine
lieben Freunde, da wir von dort an übereingekom⸗
men waren, unſere Gelder zuſammenzuſchießen und
gemeinſame Kaſſe zu machen.“
„Unſere Gelder?... der Einfall iſt nicht übel!“ ſagt Timotheus mit einer Grimaſſe;„das heißt, ich gebe die Summe in die Kaſſe, die mir mein Vater regelmäßig zuſchickt, und ihr eure Hoffnungen, die in Richts zerfallen!“
„Still, ſchweige, Timotheus, Du haſt das Wort nicht; Du weißt wohl, daß man einen Advokaten nicht in ſeiner Rede unterbrechen darf. Ich fahre fort: Ich habe ſomit dieſes Zimmer wegen der Röhre gemiethet, welche durch den untern Miethsmann ge⸗ heizt werden ſoll, ſonſt hätte ich beſtimmt für eine Stube im vierten Stockwerk in der Calander⸗Straße keine hundertundzwanzig Franken gegeben.. wir haben zwar allerdings auch einen Keller dabei...“
„Der iſt uns von großem Nutzen!“ ruft Timo⸗ theus aus, ſich tiefer unter die Decke ſteckend;„wir haben zwei zerſprungene Flaſchen darin.“
„Geduld! er kann uns ſpäter nützlich ſein!. Wir könnten Wein bekommen.. wir ſollten ſogar welchen bekommen, wenn eure Eltern keine Geizhälſe, keine Filze wären! Mit einem Burgunder und einem Champagner zuſammen zu wohnen und Waſſer trinken zu müſſen.. das würde Einem Niemand glauben! Lieber gar keine Eltern als ſolche wie die euern.“


