ſich, weil Du Dein Drama... Dein Mimodrama.. Dein Vaudebille... oder weiß was ſchreibſt, nicht mehr rühren im Zimmer? Ich muß mir aber Be⸗ wegung machen, das iſt mir geſund... es erwärmt mich überdieß, denn wir ſind hier durchaus in keinem Treibhauſe und der alte Dummkopf unten heizt heute ſeinen Ofen, deſſen Röhre durch unſere Stube geht, auch nicht.. das iſt recht lächerlich... ich werde mich bei der Hausbeſitzerin beklagen.“
„Wir können unſern Hausgenoſſen nicht zwingen, zu feuern,“ entgegnet Timotheus, indem er ſeine alte wollene Decke über das Geſicht heraufzieht und auf beiden Seiten in die Bettſtelle hineinſtopft.
„Wir können nicht? Wos iſt das für ein Geſchwätz! Hat man uns nicht, als wir dieſes Zimmer miethe⸗ ten, darauf aufmerkſam gemacht, daß dieſe Ofen⸗ röhre von dem Ofen des Miethsmannes unter uns herauflaufe? Anfangs fand ich es abſcheulich, denn ſie gibt in der That dieſem Zimmer das Anſehen einer Portiersloge; als man mir aber ſagte:„dieſe Ofen⸗ röhre macht ſo warm, wie wenn der Ofen bei Ihnen wäre, Sie brauchen im Winter nicht viel Holz zu verbrennen,“ da ſchien ſie mir erträglicher; ich dachte mir gleich, das iſt eine Zeit⸗ und Gelderſparniß, und das Sparen, wie ihr wißt, iſt meine Haupttugend.“
3 Georg ſchreibt fort und läßt es bei einem Achſel⸗ zucken bewenden; der große Timotheus ſtoßt einen tiefen Seufzer aus und hüllt ſich feſter in ſeine Decke. Bouchenot betrachtet ſich noch einmal in dem Spiegel
und fährt, nachdem er ſich ſehr befriedigt zugelächelt


