geſtiegen, als zuvor. Duͤſter, vor ſich hinſtar⸗ rend, an den Lippen nagend, langte er im Wirths⸗ hauſe zu Rottingen an, und wurde in ein Un⸗ terſtubchen gefuͤhrt, das nur ein Breterverſchlag von der gemeinen⸗ Gaſtſtube trennte.
Er forderte Eſſen, und beruͤhrte es kaumz er ferderte Wein, und ſtuͤrzte ihn haſtig hinunter. Dann warf er ſich vor Ermuͤdung— denn er war ans gränzenlofer Sehnſucht, recht bald ſein Lott⸗ chen zu ſchen, Tag und Racht gewandert— auf eine an die Wand befeſtigte Bank, ohne jedoch vor dem Lärm der zechenden Bauern, noch mehr vor innerer Unruhe, ein Auge zu ſchließen.
Faſt bis zur Daͤmerung hatte er in dumpfem Vorſichhinbrüten gelegen, als eine Stimme in der Wirthsſtube ihm auffiel, und ſeine Aufmerkſam⸗ keit ſpannte. Es war der Rothenbuchaer Reitknecht, der von dem abermahligen Ritte nach dem Forſt⸗ hauſe zuruͤck fam, und hier in der Schenke bis gegen Abend verweilen wollte.
Dieſer treue Spießgeſelle ſeines Herrn hatte ſeinen Auftrag, wie immer, wenn es einen ſchlech⸗ ten Streich galt, auf das puͤnetlichſte ausgerich⸗ tet, und das Billet, ohne bemerkt zu werden, in Jettchens Haͤnde geſpielt. Sie ertheilte ihm muͤnd⸗ die Antwort:„Er ſolle nur mit Finſterwerden wieder bey der Hand ſeyn. Vielleicht gelinge es


