Teil eines Werkes 
1. Theil (1815) Ausgewählte Erzählungen
Entstehung
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chen noch bey weitem nicht genug beſchäftigte,

ließ ſich dieß gern gefallen, und knuͤpfte auch mit

Babet einen förmlichen, und nach ſeinen Aeuße⸗ rungen, ſehr ernſtlichen Liebes Roman an.

So wenig das Fräulein es ſich anfänglich einbildete, daß das artige Blondchen, wie ſie Jett⸗ chen oft ſchmeichelnd nannte, ihre Nebenbuhle⸗ rinn ſey; ſo hatte doch jetzt ihr Kammermädchen durch die Dienerſchaft etwas von dem zwiſchen Jettchen und dem Fähnrich Statt findenden Brief⸗ wechſel erfahren, und dieſe auffallende Rachricht ihrem Fraͤulein ſogleich mitgetheilt.

So ſehr ſich daher Babet freuete, als Louis dieß Mahl recht fruͤh nach Baͤrenklau kam, ſo

ſtutzte ſie doch nicht wenig, als er ihr, ganz un⸗

befangen ſcheinend, zu wiſſen that, daß er aus

guten Gruͤnden Foͤrſters Jettchen durch ein Billet hieher beſchieden habe, und ſie zugleich erſuchte, ihn mit dem Maͤdchen auf einige Augenblicke al⸗ lein zu laſſen. 6

Jetzt hielt das Fraͤnlein kaum an ſich, den geliebten Ungetrenen mit Vorwuͤrfen zu beſtur⸗ men; allein dieſer merkte ihr kaum eine Verän⸗ derung ab, als en ſich lachend erklarte, daß Ba⸗

bets Eiferſucht fur ihn ſchmeichelhaft, aber ohne

allen Grund ſey; daß er nothgedrungen mit

Jettchen eine Comodie ſpiele, und ſie ſelbſt, um

ſich hiervon zu uͤberzeugen, der gewuͤnſchten Un⸗ ter⸗