23 Abends gegen neun Uhr unter ihre Fenſter zu kommen.
Hierauf pfiff er ſeinem Begleiter, einem Un⸗ terjager, der aus treuer Anhänglichkeit ſtets an ſeiner Seite gefochten hatte, und auch jetzt nicht von ihm wich, und entfernte ſich auf einem Holz⸗ wege.
Waͤhrend ſich dieß vor dem Forſthauſe begab, knuͤpfte ſich zu Bärenklau eine Unterhandlung an, die auf dieſe Geſchichte unmittelbaren Ein⸗ fluß hatte. Fraͤulein Babet von Ilmenthal, von der Ratur mit nicht gewoͤhnlichen Reitzen, doch zugleich mit ſehr feurigen Leidenſchaften begabt, ging im zwanzigſten Jahre an den Hof, und mußte ihn wegen eines Aufſehen erregenden Lie⸗
beshandels, auf Befehl der tugendhaften Für⸗
ſtinn, im drey und zwanzigſten wieder verlaſſen. Es blieb ihr nichts ubrig, als ſich mit ihrer Mut⸗ ter auf das väterliche, ziemlich verſchuldete Gut Baͤrenklan zuruͤck zu ziehen, wo ſie das: „In meinem Schloͤßchen iſt's gar fein; Komm, Ritter, kehre bey mir ein!“
nicht umſonſt ſo oft zur Guitarre ſang.
Kaum war der Oberforſtmeiſter und der Faͤhnrich von Rothenbucha, mit welchen ſie ſchon in der Stadt bekannt worden war, auf dem Lande angekommen, als ſie auch nach dieſen ihr Retz auswarf. Louis, den das Verſtaͤndniß mit Jett⸗


