Teil eines Werkes 
3. Bdchn (1831)
Entstehung
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von ſeinem Leben unterrichtet ſein. Wie kam das? und wohin ſollten die letzten Worte führen? Ich verlor mich in die wunderbarſten Träume und Muthmaßungen. Ich war den ganzen Tag ſo

abweſend, daß ich oft erſchrocken emporfuhr, als die Baroneſſe mit mir ſprach, und, meiner Zer⸗

ſtreuung zufolge, mich faſt mechaniſch in ihren Willen fügte, als ſie mir ankündigte, daß wir heute einem Balle beiwohnen würden, der in dem T. ſchen Gartenſaal von dem Hofmarſchall gegeben werden ſollte. Erſt kam mir das Vergnügen ſo ganz unpaſſend zu meiner heutigen Stimmung vor, und erregte mir einigen Verdruß, doch wurde mein Gehorſam gegen die Baroneſſe nicht ſo ge⸗ ringe belohnt, als ich glaubte, die ſchöne Erleuch⸗ tung des Gartens, der an ſich ſo köſtliche Abend, gehoben durch die harmoniſche Muſik, und eine wahrhaft zauberähnliche Pracht, gewährten mir man⸗ chen Genuß, und ließen mich theilnehmend auf die allgemeine Freude herabblicken. Doch, wie alles an dieſem Tage ſo ſeltſam und räthſelhaft war, ſo ſollte auch hier mir etwas begegnen, was ich mir nicht zu erklären vermag. Glaubte ich an Erſcheinungen, ſo würde mir bangen. Ich habe Rordens Geſtalt geſehen, ganz deutlich, ganz ähn⸗ lich, nur geiſterbleich. Sie glitt bei mir uprüber, als ich mit der Baroneſſe und dem Grafen Malvi