Teil eines Werkes 
3. Bdchn (1831)
Entstehung
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Hundertdreizehnter Brief.

Angela, Comteſſe Domelli, an Richardis.

Aus der Reſidenz, im Juni 18*.

Jꝙ habe mich der gürſtin vertraut, liebe Richar⸗ dis! Sie hörte mir geſpannt, doch mit ſichtlicher Theilnahme zu. Als ſie den RamenNorden hör⸗ te, entfärbte ſie ſich, ſie ließ ſich ihn mehrmalen wiederholen, und war in einer ſeltſamen Bewegung. Ich ſchilderte ihr, von dem Eifer hingeriſſen, der ſich jedesmal meines Herzens bemächtigt, wenn ich von Norden ſpreche, ſeine Vorzüge, ſeine Tugen⸗ den, ſeinen ſtrengen, nur der Pflicht allein gehor⸗ chenden Sinn, und theilte ihr die heilſamen Lehren mit, die mir die Feſtigkeit gaben, nach ſeinem Sinne zu handeln.Glauben Sie nicht, gnädigſte Frau, fuhr ich fort,o, glauben Sie doch nicht,

daß die Liebe, die auf ſo natürliche Art von mei⸗

nem Herzen Beſitz nahm, es nur einigermaßen mit

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