Teil eines Werkes 
3. Bdchn (1831)
Entstehung
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Einbildungskraft wird von ihnen auf das ſchran⸗ kenloſe Meer der Vermuthungen getrieben, wer ſind dieſe Freunde, gegen die ſie dankbar iſt? Du erwähnſt kein Wort von Graf Malvi? Verheim⸗

lichſt Du mir etwas, um mich zu ſchonen? Ich habe Dir Vorwürfe gemacht, Du wrillſt ſie ver⸗

meiden! Aber Du thuſt wahrlich nicht recht dar⸗ an, Dein letzter Brief hat mich unruhiger gemacht, als der vorige, dort wußte ich, was ich glauben konnte, hier irr' ich unſtät im Reiche der Müöglichkeiten umher. Ich werde kommen, Wal⸗ ter! Du ſollſt mir dann ſagen, was Du weiſt! Aber ſprich zu Riemanden, daß Du mich er⸗ warteſt, ich möchte einige Tage vor dem Feſt recht unbemerkt bei Dir ſein, ich bedarf es, mich über Vieles mit Dir zu verſtändigen! Demviſelle Wollburg wird unterdeß mich der Sorge um mei⸗ nen Fritz überheben! Ich kann alſo mit Ruhe abreiſen. Ruhe! das Wort klingt mir ſo ſelt⸗ ſam, als hätte ich es lange nicht gehört! Bald eile ich in Deine Arme, mein Freund, bis dahin gehabe Dich wohl!