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jovialen Freunde, dem Rittmeiſter P., ihm ſehr wohlthuend wäre. Er hatte hier keinen intimern Umgang als einen gewiſſen Regierungsrath Walter, der trotz ſeines Verſtandes, mir doch eine zu ſchwerfüllige Gemüthsart zu haben ſcheint, um ganz für den jugendlichen Sinn und den heitern Muth meines Bören zu paſſen. Rittmeiſter P. iſt ſeinen Jahren, ſeiner Denkungsart ungleich angemeſſener. Er mag eine kleine Portion Leichtſinn mehr haben als Bören, aber auch dafür noch einige glänzende Eigenſchaften nebenbei, was den Werth beider ziemlich egaliſirt. Er iſt jetzt ſehr häufig in un⸗ ſerm Hauſe, und fängt an, die Lichtfeld ein wenig zu vernachläſſigen. Wieder eine Art Schmetterlin⸗ ge, liebe Alboin, die jede Blume ein Weilchen um⸗ gankeln, hier und da flattern, und nippen, und koſen, und dann, huſch! huſch! unſern Blicken ent⸗ ſchwunden ſind. Ich habe ihn anfänglich ein we⸗ nig mit der ſchönen, ſanften Obriſtin geneckt, aber da er darüber empfindlich zu ſein ſchien, ſo mußte ich dies Thema zuletzt ruhen laſſen, und ihm auf ſein ehrliches Geſicht glauben, daß dies Verhältniß nie über die Grenzen einer gewöhnlichen hochach⸗ tungsvollen Artigkeit hinausgegangen iſt. Er ſcheint mir dies abſichtlich beweiſen zu wollen; ſein Be⸗ tragen gegen die Lichtfeld iſt abgemeſſen höflich, und nichts mehr, dagegen ſpricht er mit großer


