Teil eines Werkes 
3. Bdchn (1831)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Sümpfe und Raubneſter denke, die er paſſiren wird. Ich bin bei aller Courage, die meine Zun⸗ ge zur Schau trägt, doch eine gewaltige Haſenna⸗ tur. Bören lacht mich deshalb tüchtig aus, aber er ſieht es doch nicht ungern, daß ich ein wenig für ihn zittere. Ich hatte ihm letzthin ganz im Geheim ein paar Doppel⸗Terzerolen gekauft, und auf die ſchonendſte Art beizubringen geſucht. Der böſe Mann! Trotz meiner Güte mußte ich auf's Neue mich eine bängliche, zaghafte Natur ſchelten hören, und brachte es mit Mühe ſo weit, daß ſich der bequeme Herr damit zu beſchweren verſprach. Gottlob, daß ich nicht zu den Ritterzeiten geboren bin; die Art, wie die Männer damals die Frauen beſchützt und verehrt haben, und ihre feinen Ga⸗ lanterien hätten mir freilich gefallen, aber die ewigen Fehden, Streitigkeiten und Ehrenkämpfe würden mir höchſt zuwider geweſen ſein, und ich bätte, zu meiner Schande ſei es geſagt, eine er⸗ bärmliche Figur in dem Kreiſe jener heldenmüthi⸗ gen Damen abgegeben.

Mein Bören iſt ſeit ſeiner Krankheit noch ein⸗ mal ſo munter und rüſtig geworden. Er war ſo gütig, dies meiner Pflege zuzuſchreiben, ich machte ihm einen verbindlichen Knix, und that mir ſelbſt den Gefallen, es zu glauben. Uebrigens ſcheint es mir auch, als wenn der Umgang mit ſeinem