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Achtung von ihr, und ſchlägt mit Eifer jede An⸗ ſpielung nieder, die irgend jemand ſich auf ſein Verhältniß zu ihr erlaubt. Das iſt ehrenwerth von einer ſo leichtbeſchwingten Schmetterlings⸗ Natur, und ſtellt mir die Lichtfeld zugleich in ein vortheilhaftes Licht. Ich verſuche, mich ihr biswei⸗ len mit Herzlichkeit zu nähern, aber irre ich mich, oder iſt es wirklich der Fall, ſie ſcheint mir ab⸗ ſichtlich auszuweichen. Ich habe ihr Geſicht zuwei⸗ len auf Mienen ertappt, die ganz der Eiferſucht angehörten, und all die Kälte eines mißtrauiſchen Charakters zu haben ſchienen. Wenn dieſe Mienen mir gelten, ſo möge ihr der Himmel verzeihen, es kann keig Kind an dem veränderten Betragen des Rittmeiſters“ ſo ſchuldlos ſein, als ich. Ich habe den Freund meines Mannes mit Artigkeit empfangen, und das war meine Pflicht.— Daß er gern mit mir tanzt, mag mein braver Tanzmei⸗ ſter entſchuldigen, übrigens hat mir der Rittmeiſter noch keine Artigkeit erzeigt, die ich nicht mit der ganzen Welt theilte. Sie ſehen, wie ich immer das Unglück haben muß, der Lichtfeld auf irgend eine Art beſchwerlich zu fallen. Noch denke ich mit Schrecken unſerer Rencontres in Warmbrunn, und muß aufis Neue beſtätigt ſehen, daß ein unüber⸗ windliches Mißtrauen gegen mich in der Bruſt dieſer Frau lebt. Es thut mir leid, doch kann


