— 226—
Handelns hat die Ratur unſern Willen gemacht. Des Weibes Würde, ich fühl' es, kann ihm ſiegen⸗ de Waffen verleihen! Rein, kein Vorwurf ſoll mir den Rückblick auf dieſe Tage verbittern! Feſt und ſicher will ich den Weg wandeln, den ein freundliches Geſchick mir noch einmal mit Blumen beſtreut. Und wenn ſie nahet die Zeit, die auch dieſe Blüthen zurücknimmt, wenn ich wieder allein bin, allein in der Oede des Lebens— dann wird mein Bewußtſein mir Kraft verleihen, meine Thrã⸗ nen zu beſiegen;— dann wird der Gedanke mich tröſten: noch hatte die Liebe einen Kranz für mich, doch ich kannte ein Kleinod, das ihn über⸗ wog: das ſtille Genügen der Tugend.


