Teil eines Werkes 
3. Bdchn (1831)
Entstehung
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meine Thränen gewaltſam zurück, um ihm durch

meine Weichheit nicht zu mißfallen. Dieſe An⸗

ſtrengung verurſachte aber, daß eine krampfhafte Beklemmung meine Bruſt befiel. Ich mußte eini⸗ gemal an's Fenſter treten, um Luft zu bekommen, und fühlte mich ſehr unwohl. Er bemerkte es nicht, und ſchien ſich über meine ruhige Faſſung zu freuen, indeß er ſelbſt, v, ich habe es wohl be⸗ merkt, leiſe zitterte, ſo oft er meine Hand ergriff. Er bat mich, als ich ihm beim Abſchied die Sorge für den Fortgang meiner kleinen Stiftung anbefahl, daß ich nicht glauben ſollte, die Macht, Gutes zu wirken, ſei nur auf dieſes Gebiet beſchränkt. Er ſtellte mir vor, wie verdienſtlich es ſein würde, durch die gewonnene Erkenntniß und Liebe, auf meine Umgebungen einzuwirken, und wie der Gedanke, etwas zu dem innern Glück der Menſchen beigetra⸗ gen zu haben, mich dereinſt noch höher beſeligen würde, als jener, ihre äußere Lage durch mich ver⸗ beſſert zu ſehen. Der Gedanke gefiel mir, ob es mir gleich unmöglich vorkam, mit meinen ſchwachen Kräften Andern einen ſo großen Dienſt erzeigen zu können, und ich verſprach ihm um ſo lieber ſei⸗ ne Meinung zu beherzigen, da ich in dieſem ſchö⸗ nen Geſchäft eine Aehnlichkeit mit ſeinem entdecken glaubte.